Der DVGW

Das Kompetenznetzwerk im Gas- und Wasserfach

Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral

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DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie
DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT
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15. April 2026

reSYNERGY

Sektorübergreifende Nutzung von kommunalem Abwasser für die Produktion von grünem Wasserstoff zur Stärkung der Versorgungssicherheit 2035
Biologische Reinigung einer kommunale Kläranlage; © Morales
Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 04.2026 bis 03.2029

Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Die zunehmende Bedeutung von grünem Wasserstoff im Zuge der Energiewende führt zu einem steigenden Bedarf an geeigneten Ressourcen für dessen Produktion. Um den damit verbundenen Ressourcenbedarf nachhaltig zu decken und insbesondere in Regionen mit geplanten großskaligen Wasserstoffprojekten, wie Nordwesten-Niedersachsen, eine langfristig gesicherte Wasserversorgung zu gewährleisten, rücken alternative Wasserquellen insbesondere aufbereitetes kommunales Abwasser in den Fokus.

Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt reSYNERGY, in welchem Umfang die Wiederverwendung kommunalen Abwassers für die Elektrolyse zu einer robusteren und klimaresilienteren Wasserstoffproduktion beitragen kann. Hierzu steht das Ziel, den Beitrag der Verknüpfung von Wasser- und Energiesystemen zur zukünftigen Versorgungssicherheit zu analysieren und praxisnah zu demonstrieren.

Im Projekt werden zunächst die technischen und standortspezifischen Randbedingungen potenzieller Abwasserressourcen betrachtet, um geeignete technische Kopplungskonzepte von Abwasseraufbereitung und Wasserstoffproduktion zu entwickeln. Gleichzeitig zielt reSYNERGY darauf ab, bestehende Wissens- Erfahrungslücken durch die Demonstration der Reinstwasserbereitstellung zu schließen. DVGW-EBI wirkt dabei insbesondere bei der technischen Machbarkeit sowie bei der experimentellen und analytischen Bewertung der Wasserqualität mit.

Die gewonnenen praktischen Erkenntnisse werden hinsichtlich ihrer regulatorisch-institutionellen, sozialen und ökologischen Auswirkungen bewertet, um resiliente synergetische Zukunftsbilder der Wasser- und Wasserstoffwirtschaft zu identifizieren. Auf dieser Grundlage werden innovativer Konzepte zur integrierten Planung und Kopplung von Wasser- und Energieinfrastrukturen sowie zur Stärkung eines resilienten Infrastrukturmanagements in Niedersachsen mit Modellcharakter für weitere Regionen.
 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner:
Dr. Florencia Saravia
Bereichsleiterin Wasserchemie & Wassertechnologie
Telefon+49 721 608-47894
Yair Morales
Wasserchemie & Wassertechnologie ∙ Projektingenieur Wasseraufbereitung
Telefon+49 721 608-47051