Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 04.2026 bis 03.2029

Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Die zunehmende Bedeutung von grünem Wasserstoff im Zuge der Energiewende führt zu einem steigenden Bedarf an geeigneten Ressourcen für dessen Produktion. Um den damit verbundenen Ressourcenbedarf nachhaltig zu decken und insbesondere in Regionen mit geplanten großskaligen Wasserstoffprojekten, wie Nordwesten-Niedersachsen, eine langfristig gesicherte Wasserversorgung zu gewährleisten, rücken alternative Wasserquellen insbesondere aufbereitetes kommunales Abwasser in den Fokus.

Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt reSYNERGY, in welchem Umfang die Wiederverwendung kommunalen Abwassers für die Elektrolyse zu einer robusteren und klimaresilienteren Wasserstoffproduktion beitragen kann. Hierzu steht das Ziel, den Beitrag der Verknüpfung von Wasser- und Energiesystemen zur zukünftigen Versorgungssicherheit zu analysieren und praxisnah zu demonstrieren.

Im Projekt werden zunächst die technischen und standortspezifischen Randbedingungen potenzieller Abwasserressourcen betrachtet, um geeignete technische Kopplungskonzepte von Abwasseraufbereitung und Wasserstoffproduktion zu entwickeln. Gleichzeitig zielt reSYNERGY darauf ab, bestehende Wissens- Erfahrungslücken durch die Demonstration der Reinstwasserbereitstellung zu schließen. DVGW-EBI wirkt dabei insbesondere bei der technischen Machbarkeit sowie bei der experimentellen und analytischen Bewertung der Wasserqualität mit.

Die gewonnenen praktischen Erkenntnisse werden hinsichtlich ihrer regulatorisch-institutionellen, sozialen und ökologischen Auswirkungen bewertet, um resiliente synergetische Zukunftsbilder der Wasser- und Wasserstoffwirtschaft zu identifizieren. Auf dieser Grundlage werden innovativer Konzepte zur integrierten Planung und Kopplung von Wasser- und Energieinfrastrukturen sowie zur Stärkung eines resilienten Infrastrukturmanagements in Niedersachsen mit Modellcharakter für weitere Regionen.
 

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner:
Dr. Florencia Saravia
Bereichsleiterin Wasserchemie & Wassertechnologie
Telefon+49 721 608-47894
Yair Morales
Wasserchemie & Wassertechnologie ∙ Projektingenieur Wasseraufbereitung
Telefon+49 721 608-47051