Der DVGW

Das Kompetenznetzwerk im Gas- und Wasserfach

Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral

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DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie
DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT
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15. Juli 2025

GHG-Ch2ck

Evaluierung der Treibhausgasemissionen bei der Integration von Wasserstoff und dessen Derivaten in das deutsche Energiesystem unter Berücksichtigung flüchtiger H2-Emissionen
DVGW-Innovationsprogramm; © DVGW (Adobestock / Malp)
Projektbeschreibung

Evaluierung der Treibhausgasemissionen bei der Integration von Wasserstoff und dessen Derivaten in das deutsche Energiesystem unter Berücksichtigung flüchtiger H2-Emissionen

Projektlaufzeit: 07.2025 bis 06.2027

Zuwendungsgeber:  DVGW e.V.

Das Vorhaben ist Teil des DVGW-Innovationsprogramms Wasserstoff

 

Deutschland hat sich mit der Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045 ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Wasserstoff und Wasserstoffderivate werden dabei eine zentrale Rolle spielen: Bereits für 2030 erwartet die Bundesregierung einen Bedarf von 95 bis 130 TWh, der bis 2045 auf 360 bis 500 TWh Wasserstoff sowie rund 200 TWh Wasserstoffderivate ansteigen soll. Ein verlässlicher Markthochlauf setzt transparente Nachhaltigkeitsstandards und belastbare Zertifizierungen voraus, die maßgeblich durch den europäischen Rechtsrahmen (RED II und zugehörige delegierte Rechtsakte) definiert werden.

Das Forschungsvorhaben bewertet die Treibhausgasintensität zukünftiger Wasserstoff- und RFNBO-Versorgungsketten unter Berücksichtigung dieser regulatorischen Anforderungen. Neben direkten Emissionen werden auch indirekte Emissionen sowie die Klimawirkung flüchtiger Wasserstoff- und Derivateemissionen systematisch analysiert. Betrachtet werden verschiedene Import- und Transportoptionen, darunter Pipelineimporte von gasförmigem Wasserstoff und Schiffsimporte von Derivaten.

Auf Basis detaillierter Stoff- und Energiebilanzen werden die Emissionen entlang der gesamten Versorgungskette quantifiziert und in einem Expertentool ausgewertet. Neben einer ganzheitlichen Emissionsanalyse ermöglicht das Tool auch die Prüfung der RFNBO- und Low-Carbon-Konformität. Die Ergebnisse liefern fundierte Entscheidungsgrundlagen für Politik, Wirtschaft und Verbände und zeigen, unter welchen Bedingungen Wasserstoffversorgungsketten klimawirksam und zertifizierungsfähig sind.

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner:
Maximilian Heneka
Energietechnologie ∙ Projektingenieur Systeme & Netze ∙ Fachgebiet Systemanalyse
Telefon+49 721 608-41225