Der DVGW

Das Kompetenznetzwerk im Gas- und Wasserfach

Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral

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DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie
DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT
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01. Mai 2026

CO₂-Reinheit

Bewertung von Strategien zur Vermeidung von Korrosion in der CO₂-Infrastruktur
Industrielle Pipeline; © Vilkasss via pixabay
Projektbeschreibung

Bewertung von Strategien zur Vermeidung von Korrosion in der CO₂-Infrastruktur

Projektlaufzeit: 05.2026 bis 04.2027

Zuwendungsgeber:  DVGW

 

Vor dem Hintergrund des Klimaziels der Treibhausgasneutralität bis 2045 in Deutschland stellen die Abscheidung und der Transport von CO₂ aus unvermeidbaren Emissionen (z. B. Zementindustrie, Abfallverbrennung) eine zentrale Herausforderung dar. Für die dauerhafte Speicherung ist eine leitungsgebundene Infrastruktur erforderlich, deren technische Sicherheit maßgeblich von der Korrosionsbeständigkeit abhängt. Kritische Spurstoffe wie SOₓ und NOₓ im abgeschiedenen CO₂ können durch Säurebildung erhebliche Korrosionsschäden verursachen. Derzeit existieren neben dem EIGA-Standard für Lebensmittel-CO2 uneinheitliche Grenzwerte für diese Komponenten in verschiedenen CCS-Projekten. Zu niedrige Grenzwerte führen zu hohen Aufbereitungs- und Investitionskosten und könnten die Wirtschaftlichkeit der CCUS-Gesamtkette gefährden.
Das Projekt zielt darauf ab, eine belastbare wissenschaftliche und ökonomische Datengrundlage für die Festlegung von CO₂-Qualitätsstandards zu schaffen. Hierzu werden Prozessketten vom Rohgas bis zur Einspeisung in die Infrastruktur konzipiert und hinsichtlich technischer Machbarkeit, Energiebedarf und Kosten bewertet. Ergänzend werden alternative Ansätze zur Korrosionsminderung wie Additive, Beschichtungen oder alternative Werkstoffe untersucht. Die Ergebnisse sollen eine erste Einschätzung der technisch und wirtschaftlich geeigneten Optionen liefern. Auf dieser Basis wird untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen CO₂-Reinheit und CO2-Bereitstellungskosten abgeleitet werden kann.

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner:
Dr. Friedemann Mörs
Energietechnologie ∙ stellv. Bereichsleiter ∙ Teamleiter Verfahrenstechnik
Telefon+49 721 608-41274