Der DVGW

Das Kompetenznetzwerk im Gas- und Wasserfach

Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral

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DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie
DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT
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Erdgasleitung mit Windräder

17. Juni 2022

SW.aktiv Veranstaltung zum Thema Sektorenkopplung hat im Juni stattgefunden

Der siebte Termin der SW.aktiv-Veranstaltungsreihe fand erfolgreich am Dienstag, 14.06.2022 mit ca. 95 Teilnehmerinnen und Teilnehmern online statt.
Erdgasleitung mit Windräder; © Uschi Dreiucker/pixelio
Meldung vom 17.06.2022

In der SW.aktiv-Veranstaltungsreihe fand am Dienstag, 14.06.2022 der siebte Online-Termin mit dem Thema »Sektorenkopplung: Energiesystemmodellierung als integrales Planungswerkzeug« statt. Wir durften rund 95 Teilnehmerinnen und Teilnehmern begrüßen. Dieser Termin der Veranstaltungsreihe wurde von der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT (DVGW-EBI) organisiert und moderiert. In das Thema wurde über zwei Impulsvorträge von Philipp Nägele (Stadtwerke Esslingen) und Dr. Balendra Kandiah (Netze BW) eingeführt, in denen sie die heutige kommunale Energieplanung beschrieben. Die Möglichkeiten einer sektorübergreifenden Planung des Energiesystems wurde von Christian Hotz (DVGW-EBI) am Beispiel einer systemischen Untersuchung des Rheinhafens Karlsruhe im Rahmen des Forschungsvorhabens MethGrid (gefördert durch BMWK) mit der Software Modelica diskutiert. Das Thema wurde durch Annette Roser (IREES) abgerundet. Sie beleuchtete die Fragestellung ob Wissen Akzeptanz beeinflusst und wie die Akzeptanz der Gesellschaft in der Energiesystemmodellierung berücksichtigt und integriert werden muss. Die wichtigsten Kernaspekte aus der Veranstaltung sind im Folgenden zu aufgeführt:

  • Eine stärkere Elektrifizierung würde die Kosten für die Gebäudeeigentümer und Stromnetzausbau erhöhen. Projektförderung einzubringen. Der wichtige Teil der Veranstaltungsreihe ist die Interaktion - die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, ihre Erfahrungen und Wünsche einzubringen und die Termine der Veranstaltungsreihe mitzugestalten.
  • Fachkräftemangel und Materialengpässe sind wesentliche Herausforderungen für die Direktelektrifizierung und die Sanierung.
  • H2sollte auch im Wärmemarkt früher eingeführt werden.
  • Ein integrales Planungswerkzeug bietet eine flexible Betrachtungsebene (für Haus, Quartier und Landkreis), um dynamische Interaktion bei Sektorenkopplung und techno-ökonomische Bewertungen von Komponenten und Systemen durchzuführen. 
  • Ziel des integralen Planungswerkzeugs ist die Entwicklung optimaler Transformationspfade unter Berücksichtigung bestehender Infrastrukturen,des Klimaschutzplans undder kommunalen Wärmeplanung.
  • Unbundling ist für die integrierte Planung ein Hemmnis. Eventuell werden zusätzliche „neutrale“ Institutionen benötigt.
  • Wissen ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die Akzeptanz. Wichtig ist, dass die Interpretation des Wissens durch Vertrauenspersonen erfolgt. Wissen muss strukturiert vermittelt werden, um nicht zu verwirren. Daher wird Wissen manchmal überschätzt und Wissensvermittlung unterschätzt.
  • Zwischen Wissen und Entscheidung besteht eine Lücke, und diese Lücke ist der Hebel für Stadtwerke, um die Energiewende umzusetzen.

 

Die Termine für weitere Veranstaltungen stehen bereits fest, jeweils um 15 Uhr:

4.10.22: Großwärmepumpen

6.12.22: (Thema in Abstimmung)

Die Motivation

Aus drei aktuellen Forschungsprojekten, unterstützt vom Projektträger Jülich, wurde der Themenverbund Aktivierung der Stadtwerke von AGFW, Fraunhofer UMSICHT und DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT gegründet. Er unterstützt relevante Akteurinnen und Akteure dabei, erfolgversprechende Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu finden und umzusetzen.

Ziel des Themenverbundes ist es, Ergebnisse aus der Forschung in die Praxis bringen und Stadtwerke zu motivieren, den Transformationsprozess zu wagen sowie eine Plattform für den Austausch und die Vernetzung zu schaffen.

SW.aktiv Veranstaltungsreihe

Die Veranstaltungsreihe SW.aktiv ist im Mai 2021 gestartet.  Die Termine finden alle 2 Monate jeweils am ersten Dienstag des Monats um 15 Uhr statt. Jede Veranstaltung wird von einem der Themenverbundpartner organisiert und moderiert. Verschiedene Themen werden wie Klimaneutraler Wärme, Wasserstoff, Integrale Quartiersprojekte, Digitalisierung, Kommunale Wärmeplanung, Sektorenkopplung abgedeckt. In der Veranstaltungsreihe werden erfolgreiche Technologien und Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert, der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung gefördert und die Möglichkeit gegeben, Themen in die Projektförderung einzubringen. Der wichtigste Teil der Veranstaltungsreihe ist die Interaktion - die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, ihre Erfahrungen und Wünsche einzubringen und die Termine der Veranstaltungsreihe mitzugestalten.

Ansprechpartner
Bei Fragen oder Kommentaren wenden Sie sich gerne an
Wolfgang Köppel
Gastechnologie ∙ Gruppenleiter Systeme und Netze

Telefon+49 721 608-41223