Projektbeschreibung
100 L-Scheibentauchkörper als mikrobielle Elektrolysezelle für die Wasserstoffgewinnung aus Urin © Max Hackbarth

Projektlaufzeit: 01.09.21 – 30.04.24

Zuwendungsgeber: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft im Rahmen des Förderprogamms BWPLUS

 

Im Verbundforschungsvorhaben "PeePower BUGA 2023" (DVGW-EBI und TUHH) soll eine mikrobiell katalysierte Wasserstoffproduktion aus Urin auf der Bundesgartenschau 2023 praktisch umgesetzt werden. Zum Einsatz kommen elektroaktive Mikroorganismen mit der Fähigkeit, organischen Kohlenstoff aus dem Urin als Elektronendonor und ein elektrisch leitfähiges Material als Elektronenakzeptor (Anode) zu nutzen. Die dabei freiwerdenden Elektronen werden über eine Spannungsquelle an die Gegenelektrode (Kathode) übertragen und dort zur Reduktion von Protonen zu elementarem Wasserstoff genutzt. Die Besonderheit bei der mikrobiellen Elektrolyse ist, dass die notwendige elektrische Energie für die Wasserstoffproduktion deutlich geringer ist als bei klassischen Elektrolyseuren. Um einen hohen Stoffumsatz von Kohlenstoff und die daran gekoppelte Wasserstoffproduktion zu gewährleisten, soll auf der BUGA 2023 ein neuartiges und am Engler-Bunte-Institut (EBI), Bereich Wasserchemie und Wassertechnologie entwickeltes Reaktor-System mit einer Anodenfläche von 10 m² zum Einsatz kommen. Der produzierte Wasserstoff soll anschließend verstromt und dem Publikum in Form einer Smartphone-Ladestation wieder zur Verfügung gestellt werden.

Ansprechpartner
Bei Fragen zum Forschungsbericht wenden Sie sich bitte an folgenden Ansprechpartner:
Prof. Dr. Harald Horn
Wasserchemie und Wassertechnologie

Telefon+49 721 608-42580