
Projektlaufzeit: 07.2026 bis 06.2029
Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Die Erzeugung von Wasserstoff und Derivaten (Power-to-X, PtX) bietet erhebliche Potenziale für eine enge Kopplung der Sektoren Wasser und Energie. Um Verknüpfungsmaßnahmen in realen Projekten der Energiewende ressourceneffizient umsetzen zu können, müssen bereits in frühen Projektplanungsphasen technische, wirtschaftliche und rechtliche Randbedingungen standortspezifisch analysiert werden.
Das vom DVGW-EBI koordinierte Projekt WENde verfolgt das Ziel, Wasser- und Energiesystemen zur nachhaltigen Ressourcennutzung in der Energiewende technisch und systemisch zu verknüpfen. Im Fokus steht die Nutzung kommunaler und industrieller Abwässer als alternative Ressourcen für die Versorgung von PtX-Anlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und Methanol sowie die Behandlung und interne Wiederverwendung von Prozesswasser aus der Methanolerzeugung zur Kreislaufschließung. Die entwickelten Ansätze werden vom DVGW-EBI gemeinsam mit den Projektpartnern experimentell erprobt, praxisnah demonstriert und für eine konzeptuelle PtX-Anlage am Standort Nordenham in Niedersachsen optimiert.
Ein Arbeitsschwerpunkt im Projekt liegt auf der modellbasierten Kopplung lokaler erneuerbarer Energieressourcen und der PtX-Nebenprodukte mit der Wasseraufbereitung. Ziel ist es, Integrationskonzepte zu entwickeln und deren Potenziale zur technischen und energetischen Effizienzsteigerung sowie zur Reduktion von Kosten und infrastrukturellem Aufwand zu ermitteln. Darüber hinaus werden rechtliche Rahmenbedingungen und Marktpotenziale eines integrierten Systems für die PtX-Produktion für Nordenham analysiert und dessen Übertragbarkeit auf andere Anwendungsfälle holistisch bewertet.
Neben den technischen Lösungen und Integrationskonzepten werden Stakeholder aktiv einbezogen, sowie ein umfangreicher Leitfaden zur Umsetzung von wasser- und energieeffizienten PtX-Anlagen auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse ausgearbeitet. Damit leistet WENde einen wichtigen Beitrag zu einer resilienten Planung und zum nachhaltigen Ausbau der zukünftigen Versorgungsinfrastruktur für eine erfolgreiche Energiewende.
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. – Institut für Vernetzte Energiesysteme
Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)
DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.
Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl / Kehler Institut für Angewandte Forschung
Innovationszentrum für Nachhaltigkeit und Produktionstechnologie GmbH (INP)